Die wichtigsten Flashformate im Überblick

Flash ist ein dominantes Format im E-Learning-Bereich geworden, aber Flash selbst unterteilt sich selbst wieder in unterschiedliche Dateienformate. Insgesamt gibt es mehr als 10 verschiedene Flashformate, und selbst hier gibt es noch mal File Extensions. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werde ich mich nur den 3 wichtigsten Dateiformaten (fla, swf und flv) widmen.

    • *.fla

      Die Fla-Dateien sind die Sourcedateien von ihrem Flashprojekt. Sie können lediglich mit dem jeweiligen
      Flashprogramm geöffnet werden. In diesem Format ist der Aufbau der späteren, abspielfähigen Datei zu sehen. Dem Lerner sollte man aber dieses Format nicht zur Verfügung stellen, schliesslich befinden sich in dieser Quelldatei alle Angaben zum jeweiligen Lernelement, welche nicht geändert werden sollen. Für die Öffentlichkeit sollte man nur bereits publizierte Dateien zur Verfügung stellen. Hierfür eignet sich das swf-Format

    • *.swf

      swf ist die Abkürzung für Shockwave File und nicht „Short Web File“ oder ähnliche Falschdefinitionen. Diese swf-Datei wird u.a. aus einer Fla-Datei heraus erzeugt und ist eine der populärsten Webformate, die es überhaupt gibt. swf-Dateien können beispielsweise auch mit einem transparenten Hintergrund erstellt werden, was heisst, dass sie auf ein existierendes Hintergrundbild aufgesetzt werden kann. Natürlich können swfs nicht nur Adobe Flash erstellt werden, sondern auch mit mit Autoren Tools wie Captivate, Camtasia oder auch Articulate Presenter. Generell wird die Quelldatei compiliert und anschliessend als swf ausgegeben. Shockwave-Dateien können entweder mit einem Flashplayer oder verknüpft mit einer html in einem Browser betrachtet werden. Allerdings haben swfs ab einer bestimmten Grösse einen kleinen Nachteil. Sie müssen immer erst vollständig geladen werden, bevor sie betrachtet werden können. Soll heissen, auf grosse swfs muss ein bischen gewartet werden. Schneller betrachten kann man hingegen die flv-Dateien.

    • *.flv

      flv ist die Abkürzung für Flash Movie. Dies ist das gängige Format auf allen Videoportalen wie YouTube oder MyVideo, denn flv-Dateien haben gegenüber swfs einen grossen Vorteil; sie können gestreamt werden. Der Lerner kann sich mit minimaler Unterbrechung ein Video anschauen. Dies ist besonders nützlich, weil Filmdateien in hoher Qualität schnell die 30MB-Grenze überschreiten und je nach Internetverbindung dies den Lerner zu längerem Warten zwingt. Zur Betrachtung einer flv braucht man nicht zwangsläufig Adobe Flash, sondern ein FLV-Player (den auch als Freeware gibt) genügt. Der Vorteil der fls liegt darin, dass grosse (webuntaugliche) Video -Dateien somit auch im Netz gezeigt werden können. Falls nun die Frage aufkommt, wozu man dann überhaupt swf-Dateien braucht, wenn es doch schon die streamfähige flv gibt, auch dafür gibt es eine Antwort. Swf-Dateien erlauben interaktive Benutzung, bei Flash Movie Dateien lassen sich derartige Komponenten nicht einbauen

Ich hoffe, dass diese kleinen Erklärungen helfen, Missverständnisse beim Thema „Flashdatei“ zu vermeiden, denn ohne genaue Spezifikation kann man an den Flashformaten leicht aneinander vorbeireden.

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