E-Learning an amerikanischen Universitäten

Kurz vor Weihnachten veröffentlichte das Sloan Consortium, eine amerikanische Organisation zur Integrierung und Verbesserung von E-Learning-Elementen in Lehrangebote, ihren Bericht über „Online Education in the United States, 2008„.
2577 Institutionen gaben ihr Feedback zu dieser Umfrage und die Ergebnisse dieser Umfrage sorgen für ein Staunen an deutschen Universitäten, wie z.b. bei dem Duisburger Mediendidaktik – Professor, Michael Kerres, der in seinem Weblog anmerkte, dass er es nicht glauben könne, dass mehr als 20% aller amerikanischen Studenten an einem reinen Online-Seminar teilgenommen hätten.
Aber die reinen Zahlen dieser Umfrage sprechen eine deutliche Sprache:

3 938 111 amerikanische Studenten (bei einer Gesamtzahl von 17 975 830) haben einen OnlineKurs belegt. (Definition von Online Kurs auf Seite 4 des Reports). Dies bedeutet gegenüber dem Jahre 2003 eine Verdoppelung der Onlinekurs-Studentenzahlen. Hier stellt sich aber auch folgende Frage: Woher kommt dieser Anstieg? Bieten Onlineseminare ein didaktischen Mehrgewinn, erleichtert es den studentischen Arbeitsalltag oder ist es das Phänomen des „Neuen, noch nicht Dagewesenen“? Eine direkte Antwort auf die Frage nach der Motivation der Studenten bietet der Report leider nicht, aber auf Seite 10 stellt das Sloan Consortium auch die These auf, dass die steigenden Benzinpreise für gesteigerte Nachfrage nach E-Learning gesorgt haben.

Eine andere Motivation zeigt sich bei den Lehrenden. Als Hauptgrund wird hier angeführt, dass mit E-Learning die „studentischen Bedürfnisse nach flexiblem Zugang“ am besten erreicht werden, und nicht etwa -wie man vielleicht befürchten könnte- der Zwang, OnlineKurse zu erstellen.

Diese Daten lassen sich auf Deutschland natürlich (noch) nicht 1:1 übertragen, aber ich bin sicher, dass in den nächsten Jahren auch in Deutschlands Universitäten und Fachhochschulen das E-Learning, zumindest in Form von Blended Learning, noch mehr etabliert werden wird.

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