Screenshot mit Articulate Studio

Powerpoint + 2 Arbeitsstunden = E-Learning?

Einschätzung zum E-Learning:

„Mit den neuesten Lösungen ist es möglich, innerhalb von zwei Stunden aus einer Powerpoint-Präsentation einen Kurs für 1000 Personen zu kreieren. Übliche Trainingsformen können hier nicht mithalten.“

meint Christophe Binot, wie hier bei Checkpoint E-Learning nachzulesen ist.

Eine Umfrage der Online Educa Berlin, die vom 03.-05.12.2008 in der Hauptstadt stattfindet, kommt zum Ergebnis, dass die aktuelle Lage der Weltwirtschaft einen Schub für die weitere Entwicklung des E-Learning – Sektors bedeuten könnte.

Die Gründe sind vielschichtig:

  • Reisebudgets werden zusammengestrichen
  • Weiterbildungsmaßnahmen signifikant reduziert
  • das Umweltbewußtsein spielt eine größere Rolle (Stichwort C0²-Emissionen)

Diese Faktoren führen laut Meinung der Umfrageteilnehmer dazu, dass Firmen verstärkt nach Trainingsformen suchen, mit denen sie schnell und kostengünstig Lerninhalte erstellen können.
Die in der Überschrift für diesen Blogeintrag präsentierte Gleichung geht aber meines Erachtens nicht auf; sicherlich ist es möglich, aus einer Powerpoint-Präsentation in recht kurzer Zeit – sagen wir grob einigen Stunden – eine irgendwie geartete Entität zu erstellen. Aber ist das dann ein E-Learning-Kurs? Wo bleibt bei dieser Arbeitsweise das didaktische Konzept? Reden wir dann über Rapid E-Learning und meinen damit das Erschlagen einer Masse von 1000 Personen mit einer schnell zusammengebastelten, mittels eines Autorentools in Flash gepackten Wissenseinheit? Und: was hat das dann noch mit Training zu tun?

Sie ahnen es bereits: meiner Meinung nach redet Herr Binot im obigen Zitat davon, Rapid E-Content zu erstellen; dieser kann, muss aber nicht unbedingt eine elaborierte didaktische Komponente enthalten.

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