Wie lerne ich am besten? Vom Kurzzeitgedächnis zum Langzeitgedächnis Teil 1

Ziel des langfristig angelegten Lernens: Informationen möglichst lange im Gedächnis des Lerners verankern.

Der Weg zum lang anhaltenden Erinnerungsvermögen geht über das Kurzzeitgedächnis. Zuerst einmal müssen die Informationen aufgenommen und ausgewertet werden. Innerhalb kürzester Zeit wird die Information auf Relevanz geprüft und gegebenenfalls nicht gespeichert.

Denn: Was glauben Sie, wieviele Informationen nur durch ihr Auge aufgenommen werden? Ein Beispiel nur beim Besuch unseres Blog: Die Farbe der Headergrafik, die unterschiedlichen Schriftgrößen der Begriffe in der Wortwolke, usw. – all das sind Informationen, die sie visuell aufnehmen.
Hier tritt also bereits der erste Filter in Erscheinung. Diese Informationenen bleiben nur im Ultrakuzzeitgedächnis.
Nur was diesen Relevanzfilter durchläuft, kommt im Kurzzeitgedächnis an. Dieser Speicherort behält die Daten unter Umständen über mehrere Minuten. Allerdings ist das Kurzzeitgedächnis etwas eingeschränkt. Es können höchstens 7 Informationen zeitgleich verarbeitet werden.
Jetzt stellt sich zwangsläufig die Frage nach der neuronalen Verknüpfungsmöglichkeit, denn irgendwo müssen die verarbeiteten Informationen auch gespeichert werden. Das klingt kompliziert, aber ist es nicht. Informationen können vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächnis wandern, wenn im Gehirn Verbindungen existieren, welche es erlauben, die Information richtig abzulegen. Das menschliche Gehirn speichert im Langzeitgedächnis nur wichtige, merkenswerte und einprägsame Informationen.
Wir müssen dieseInformationen hier nicht weiter spezifizieren. Selbige können sowohl einprägsam als auch wichtig sein. Ich glaube, Sie können sich ungefähr vorstellen, was für Sie selbst wichtige Informationen sind.

Sie werden sich ausmalen können, dass nur ein ganz kleiner Teil der täglichen Informationen den Sprung vom Kurzzeitgedächnis ins Langzeitgedächnis schaffen. Die englischsprachige Gedächnisforschung verwendet hier gerne den Begriff des bottleneck (dt. Flaschenhals). D.h. es kommen zwar viele Informationen an, aber nur wenige kommen ins Langzeitgedächnis.

Wie kann man mit E-Learning nun die Informationen ins Langzeitgedächnis bekommen? Diese Frage wird im nächsten „Wie lerne ich am besten?“-Blog geklärt werden.

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