Rapid E-Learning – Was kann das sein? (I)

In den letzten Jahren lässt sich im E-Learning-Bereich ein deutlicher Trend „weg“ vom Autorentool und hin zum sogenannten Rapid-E-Learning beobachten. Rapid E-Learning definiere ich hier als unter geringem Zeitaufwand, kostengünstig und mit weit verbreiteten Programmen wie beispielsweise der MS Office-Suite erstellte prototypische Lerninhalte, die auf der ISO-Norm 13407 basieren.

In meinem heutigen Blogeintrag möchte ich folgende Fragen beantworten:
<h2>Was versteht man unter einem Autorentool und wie unterscheidet sich dieses vom Rapid E-Learning – Tool?</h2>

Als Autorentools werden für gewöhnlich Werkzeuge zur Erstellung multimedialer Lerninhalte bezeichnet. Ein bekanntes Autorentool ist beispielsweise Authorware, aber auch Toolbook und Hot Potatoes sind bekannte Werkzeuge zur Erstellung von Lerninhalten.

Heute geht es vielfach darum, Powerpoint-Präsentationen inklusive Audios aufzuzeichnen und in Inter-bzw. Intranet zu publizieren. Gerade in den Bereichen Marketing, Support und auch Kundenberatung ist der Bedarf nach unkompliziert zu erstellenden, powerpointbasierten Lerninhalten sehr stark vorhanden. Wie also dem nachkommen?

Es läßt sich nicht leugnen, dass diese Programme in letzter Zeit von Tools wie Adobe Captivate, Tech Smith Camtasia oder auch Articulate Presenter in den Hintergrund gedrängt worden sind. Captivate und Camtasia sind „Screencapturing“-Programme, mit denen man Bildschirmbewegungen aufzeichnen kann, bzw. im Falle von Captivate Oberflächen komplett nachbauen kann.
Articulate unterscheidet sich von den beiden Erstgenannten dadurch, dass hier mittels des Tools Powerpoints und Audios zu einem Flashfilm zusammengeführt werden können. Das Programm ist in einer Suite verfügbar oder als Einzelprodukt und es können auch interaktive Inhalte eingebaut werden (wie übrigens auch bei Captivate). Eine gute Aufbereitung der Nutzungsverteilung der Tools läßt sich unter anderem hier nachlesen.

Beim Lesen der Studie bemerkt man schnell, dass Adobe auf diesem Markt eine bedeutende Position einnimmt; ebenso fällt die Abwesenheit von open-source-Tools auf. Hier sehen wir einen wesentlichen Unterschied zur Marktverteilung bei etwa Lernmanagement-Systemen und Contentmanagement-Systemen: Open-Source kommt praktisch nicht vor – der Normalfall ist proprietäre Software, die auf eine Windows-Umgebung ausgelegt ist.

Adobe ist in diesem Bereich (auch bedingt durch die Zukäufe wie beispielsweise Macromedia) das Maß der Dinge, aber auch TechSmith ist mit Camtasia (eine kurze Besprechung zu Camtasia 5.1 finden Sie auch in diesem Blog) gut positioniert. Sehr gut angenommen wird auch die Articulate Suite.

Für welchen Einsatzzweck sich welches Tool eignet, erläutern wir in der nächsten Folge.

Ihr Axel Moser

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