Verschiedene Aufnahme-Modi bei Captivate – Ein Überblick

Gerade Captivate-Neulinge sind anfangs bei Recordings immer hochkonzentriert,
schliesslich bildet das Recording ja den Grundstock für das spätere Lernprodukt. Wird die Aufnahme von Fehlern begleitet, muss entweder abermals aufgezeichnet werden oder ein gewisser Qualitätsverlust lässt sich nicht vermeiden. Bei genauerer Betrachtung des Recording-Fensters stößt der User auf einige Checkboxen, die schnell für Interesse sorgen:

Was bedeuten diese Checkboxen? Einfache Antwort: Sie erlauben Ihnen, mit einer einzigen Aufzeichnung bis zu vier verschiedene Source-Dateien auf einmal zu erstellen. Sie können also mit einer einzigen Aufname, ein Demo, ein Assessment und eine Simulation erstellen lassen und zusätzlich ein Aufnahme-Modus nach Ihrer Wahl aufnehmen lassen. Das klingt doch hervorragend, aber bevor wir uns den einzelnen Aufnahme-Modi widmen, möchte ich Ihre Erwartungen zumindest etwas einschränken:
Es gibt im Allgemeinen keine hieb- und stichfeste Definition von Termini wie . Folglich sind die angegebenen Aufnahme-Modi gemäß der Definition von Adobe entstanden. Überprüfen Sie besser noch einmal vor dem Aufnehmen, ob Ihre Vorstellungen deckungsgleich sind. Mit einem Klick auf Einstellungen öffnen Sie die Ansicht der verschiedenen Aufnahme-Modi.

Demo:
Dieser Aufnahme-Modus erstellt Ihnen ein non-interaktives Lernprogramm. Auf jede Slide, die mit einem Klick angesprochen wurde, wird ein Markierungsfeld (englische Version: Highlightbox) gesetzt; zu diesem Markierungsfeld führt der Mauszeiger und zusätzlich wird noch ein Beschriftungsfeld (englische Version: Text Caption) eingeblendet. Sie haben mit diesem Aufnahme-Modus keinerlei Interaktivität.

Assessment:
Dieser Aufnahme-Modus ist streng auf Interaktivität ausgelegt. Auf jede Slide, die mit einem Klick angesprochen wurde, wird ein Klickfeld (englische Version: Klickbox) gesetzt und bei jeder Texteingabe wird eine Texteingabefeld (englische Version:Text Entry Box) eingefügt. Diese interaktiven Felder sind so angelegt, dass Sie lediglich ein negatives Feedbackeinblendung im Falle eines Fehlklicks bekommen. Mit diesem Aufnahmemodus werden nicht automatisch Beschriftungsfelder eingeblendet.

Training Simulation:
Dieser Aufnahme-Modus ist auch auf Interaktivität ausgelegt. Markierungs- und Beschriftungsfelder werden Sie jedoch vergeblich suchen. Sie haben hier lediglich Tipps und Negativ-Feedback-Beschriftungsfelder.

Custom:
Hier können Sie frei auswählen, welche interaktiven und non-interaktiven Elemente ihre Simulation haben soll.

Fazit: Wenn Sie in einem bestimmten Aufnahme-Modus die Elemente ihres angedachten Lernprogramms finden, können Sie es natürlich verwenden. Falls Sie sich unsicher sind, wählen Sie im Custom-Modus ihre gewünschten Elemente aus.

Macht es eigentlich Sinn, mehrere Source-Dateien zu verwenden? Immerhin hätte man ja so das Grundmaterial für ein interaktives und ein non-interaktives Lernprogramm.

Antwort: „Wenn es denn so einfach wäre…..“ Mal angenommen, Sie müssen vielleicht noch die erklärenden Texte anpassen oder komplette Slides löschen, dann haben Sie die doppelte Arbeit. Denn in diesem Fall müssen Sie den Inhalt in verschiedenen Source-Dateien pflegen. Sollten Sie eine Source-Datei vergessen, haben Sie plötzlich abweichende Endprodukte. Meine Empfehlung ist, generell nur mit einer Source-Datei zu arbeiten und diese gegebenenfalls umzubauen. Zumindest solange Sie nicht der Autor und Content Owner in einer Person sind und kategorisch ausschliessen können, dass noch etwas geändert werden soll. Falls Sie also Bastler, Autor und Entscheider in einer Person sind, dann könnte Ihnen die Multi-Aufnahme etwas bringen; sobald weitreichende Prozesse oder ein grössere Personenkreis involviert sind (was immer Änderungsgefahr bringt) – beschränken Sie sich besser auf eine Quelldatei, die Sie gegebenfalls modifizieren.

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