Wie antwortet man in internen Blogs?

Für eine Firma ist das Wissen der Mitarbeiter sehr, sehr wichtig. Dieses Wissen sollte im besten Falle nicht nur bei einer Person sein, sondern an den benötigten Stellen zirkulieren. Also wäre es eine enormer Vorteil, wenn die Mitarbeiter sich gegenseitig von diesem Erfahrungsschatz profitieren lassen. Mit dieser Lernmethode profitieren alle Beteiligten bei der Erstellung von „Best practices“.

Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • Aufsetzen eines internen Wikis
  • Verwendung von eingrenzbaren Social Media Gruppen (difizil – was passiert mit den Inhalten?)
  • Aufsetzen eines Blogs im Intranet mit Kommentarmöglichkeit

In die Konzeption des letztgenannten Punktes durfte ich mich die letzten Wochen eindenken, denn ein Unternehmen hatte uns mit der Erstellung einer „Guided Tour – Simulation“ ihres internen Blogs beauftragt.
Die technische Umsetzung ist ja das Eine, die erhoffte Interaktion des Lerners ist etwas ganz anderes.
Grund genug, sich Gedanken über das „richtige“ Verhalten eines Blogkommentators zu machen.

Hier ist meine Do / Don’ts – Liste:

DO:

Verwenden Sie Ihren richtigen Namen. Für eine ernsthafte digitale Unterhaltung müssen Sie wissen, wer am anderen Ende des Rechners sitzt. Wenn Sie im internen Blog anonym kommentieren, schützen Sie Ihre Anonymität, aber im Umkehrschluß können Sie auch keinen Kontakt und kein Vertrauen zum jeweiligen Kollegen zwecks weiterer Diskussion aufbauen.

DO:

Bringen Sie Mehrwert in die Diskussion ein. Denn Kommentare wie „Guter Beitrag“ oder „Klasse Tip“ schmeicheln (vielleicht) dem Blogschreiber a.) tragen Sie nichts zur Wissensweiterbildung bei und b.) fördert es auch nicht gerade Ihre Reputation. Wenn Sie ebenfalls ein Fachmann in diesem Thema sind, dann kommentieren Sie auch wie ein Fachmann. Gehen Sie auf bestimmte Punkte noch mal ein und erklären Sie, warum etwas ein „klasse Tip“ ist.

DO:

Schreiben Sie mindestens drei Sätze. Dies bestätigt, dass Sie sich auch die Zeit genommen haben, sich mit dem Thema auseinander zu setzen und den Blog und seine bisherige Kommentarstruktur ausreichend zu bewerten. Natürlich kann man im Twitterzeitalter so ziemlich jede Information auf 144 Zeichen reduzieren, aber ob die Botschaft Ihres Kommentars so richtig ankommt?

DON’T:

Fügen Sie keine Selbstbeweihräucherung ein. Ein Blogkommentar dient nicht dazu, den Mitlesern zu erklären, welch fabulöser Experte Sie sind. Mit Sätzen wie „Ich habe schon in diesem Gebiet gearbeitet, als ihr noch xxxxx gemacht habt“ fördern Sie weder Wissensaustausch noch Diskussion. Zeigen Sie Ihre Expertise in fundierten Antworten.

DON’T:

Posten Sie nicht schneller als Sie denken. Vergewissern Sie sich also, dass Sie die Rechtschreibregeln („einigermaßen“) einhalten. Mit zahlreichen Tippfehlern versehene Beiträge können dazu führen, dass der Text nicht die richtige Wertschätzung erfahren wird. Lesen Sie den Text nochmal gewissenhaft durch, bevor Sie ihn ins Intranet stellen.
Falls Sie in einer multinationale Firma arbeiten, sollten Sie noch gewissenhafter sein. Rechtschreibfehler in Fremdsprachen sorgen nämlich dann u.U. auch noch für Verwirrung.

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